Mittwoch, 13. Juli 2016

Abiballkleid / Abendkleid





Vor 3 Wochen hatte meine Schwester ihren Abiball. Bereits im Januar habe ich ihr angeboten, ihr das Abiballkleid zu nähen. Doch sie hat dies immer wieder abgelehnt, da sie Angst hatte, dass es nicht rechtzeitig fertig werden würde. 
Aber immerhin konnte ich sie überreden, in den Weihnachtsferien mal zusammen nach Ballkleidern zu schauen. 
Denn sie hatte da schon recht spezielle Vorstellungen. Auf gar keinen Fall ein langes Kleid, eher kurz oder im Vokuhila-Stil, der Ausschnitt darf auch nicht zu hochgeschlossen sein, möglichst trägerlos und die Farbe sollte Richtung grün oder grünblau (türkis) gehen.. Und wenn möglich auch nicht zu viel Glitzer oder Spitze. Beim ersten Schauen haben wir kein wirklich kurzes Kleid gefunden. 
Doch ich konnte sie mithilfe einer Freundin von ihr überzeugen, wenigstens mal die langen Kleider anzuprobieren, um zu schauen, welche Ausschnittform und Farbe ihr überhaupt steht.
Dort haben wir festgestellt, dass ein Herzausschnitt am Besten zu ihr passt. Die geraden Ausschnitte von den Trägerlosen sahen etwas komisch aus.

Als dann in der Märzausgabe der Burda das Modell 127 gezeigt wurde, habe ich mir gedacht, dies ist das perfekte Kleid für sie.
Also noch mal gefragt und das Kleid dazu gezeigt.
Aber so ganz überzeugt war sie noch nicht. Die Angst, dass es nicht rechtzeitig fertig werden würde, hat überwogen.
Na gut hab ich mir dann gedacht, dann halt nicht. Dann habe ich auch mehr Zeit mein Kleid für den Ball zu nähen. 
Ende Mai hab ich dann mal nachgefragt, ob sie inzwischen schon ein Kleid gefunden hat. 
Hatte sie aber immer noch nicht.
Also hab ich ihr dann nochmal das Schnittmuster geschickt und ihr gesagt, dass ich ihr daraus ein Kleid nähen könnte. Dann war sie aber doch ganz glücklich, dass die Kleidersuche endlich ein Ende hatte.

Sobald ich aus der Uni zurück war, habe ich begonnen, den Schnitt abzupausen und mit alten Stoffresten ein Probekleid zu nähen. Denn am kommenden Wochenende fuhr ich nach Hause und da wollte ich es mitnehmen, damit ich die Passform checken konnte. 
Ich hatte Glück, sie hat da ziemlich genau meine Maße.

In Berlin habe ich mich dann auf die Suche nach dem passenden Stoff gemacht. Allerdings ohne meine Schwester, denn sie musste noch für ihre letzte Abiturprüfung lernen. Aber sie hat unterwegs immer ein paar Bilder geschickt bekommen, welche Stoffe so zur Auswahl stehen.
Den Crêpe-Chiffon (der obere Mintfarbene) habe ich auf dem Stoffmarkt am Maybachufer gefunden. Jedoch kein passendes Futter. Also ging's dann weiter zu Stoff und Stil. Dort habe ich dann einen Viskosestoff gefunden, der sehr gut mit dem Crêpe-Chiffon harmonierte. Passende Bänder für Taille und Haarschmuck habe ich dort auch gleich mitgenommen. Eine Freundin stand mir da ganz gut zur Hilfe, denn sie hatte einen ähnlicheren Hautton zu meiner Schwester als ich, :)

Mit der Stoffauswahl, war meine Schwester dann zum Glück sehr zufrieden :)

Zurück in München habe ich mich dann an die erforderlichen Anpassungen im Schnitt gemacht. Ich habe jeweils einen halben Zentimeter bei den Vorderteilen weggenommen, da dort bei der Anprobe zu viel Luft war. 
Das Nähen hat dann sehr reibungslos funktioniert. Nur noch passende Stäbchenmiederbändchen und Vlieseline mussten noch besorgt werden.
Das Oberteil besteht aus 3 Lagen Stoff. Wobei die obersten 2 Lagen wie eine gearbeitet werden.
Im Rücken wird dann das Kleid mit einem nahtverdeckten Reissverschluss geschlossen. 
Meine Schwester hat dann zwischendurch immer kleine Updates aus der Produktion bekommen, damit sie beruhigt ist :D

Nachdem das Kleid fertig genäht war, konnte ich es endlich anprobieren. Es saß auch recht gut, nur oben war noch etwas Platz, so dass es nicht soo ganz fest saß, wie man bei einem trägerlosen Kleid gern hätte.
Da es aber an der Taille sehr eng saß, hab ich nur nach oben hin nochmals Weite rausgenommen. Dies habe ich so lange anpasst, bis das Kleid beim Springen auch noch fest saß. 

Den Saum habe ich dann mit ganz kleinen Zickzackstichen versäubert.

Jetzt hatte ich nur noch Angst, dass es meiner Schwester zu locker oder zu eng sein könnte, da ich die Anproben nur bei mir durchführen konnte.
Aber es hat zum Glück alles super gepasst. :) Und sie war sehr glücklich über ihr Kleid.



Der Abiball war dann sehr schön und sie hat sich auch sehr wohlgefühlt in dem Kleid. Mit der Farbe ist sie sogar aus der Masse gestochen. Denn sehr viele hatten dunkle/schwarze oder creme/weiße Kleider.

Dieses Jahr im August, gehts dann damit noch auf eine Hochzeit und dort kann sie es gleich noch mal anziehen.
Und dann kann ich vielleicht auch hoffentlich noch mal ein paar Bilder von der Rückansicht machen.







 








Hier noch mal eine Übersicht:

Schnitt: Burda 03/2016 Nr.127
Größe: 42 ( Aber Weite der Brust raus genommen)
Crêpe-Chiffon: Stoffmarkt am Maybachufer
Viskose (Futter): Stoff & Stil Berlin

Verlinkt bei
MeMadeMittwoch
afterworksewing

Mittwoch, 29. Juni 2016

Lederimitat trifft ausgestanzte Blümchen

 



Als ich diesen Stoff auf dem Stoffmarkt Holland gesehen hatte,wusste ich - dieser muss sofort mit. Und ich habe dann auch sofort gewusst, was daraus entstehen sollte. ... Ein schöner weit schwingender Glockenrock. Der Schnitt beruht auf Burda 06/16 Nr. 128. Allerdings habe ich den Radius etwas reduziert und ich musste noch einiges an Weite rausnehmen.
Und obwohl das Nähen schlussendlich an einem Nachmittag ging, musste der Rock fast 2 Jahre auf seine Verarbeitung warten :(

Denn ein passendes Futter brauchte ich natürlich auch noch. Schließlich sind in dem Lederimitation kleine Blumen ausgestanzt.
Beim nächsten Stoffmarkt habe ich dann ein himbeerfarbenen Futter gefunden. Dort waren allerdings nur noch 1 Meter auf dem Ballen. Dafür habe ich es aber vom Händler geschenkt bekommen :))

Deshalb ist der Rock nur bis zur Mitte der Oberschenkel gefüttert. Aber ich wollte eh, dass man unten durch den Stoff durchschauen kann. Damit man sehen kann, wie der Stoff eigentlich aufgebaut ist.

Nachteilig ist aber ein bisschen, dass vor allem die Stellen durchgedrückt werden, die sehr eng dran sind. Da muss ich noch mal schauen, ob ich das irgendwie beheben kann. Und ein ticken enger werde ich ihn wahrscheinlich auch machen müssen, da er doch leider ein bisschen zu tief für mich sitzt.

Aber trotzdem trage ich ihn sehr gerne, denn er lässt sich bei fast jedem Wetter sehr gut tragen.

Die Fotos hat Carina von Carina Pilz Photography gemacht.










Der Stoff



Stoff mit himbeerfarbenen Futter unterlegt


[verlinkt beim MMM]

Donnerstag, 23. Juni 2016

Pünktchen Rock im 50er Jahre Look

 


Dieser Rock war das erste Kleidungsstück welches ich für mich selbst genäht hatte. 

Ich habe den Rock nach dieser Anleitung genäht. Dies geht recht schnell und ist auch ohne das Schnittmuster ab zu kopieren möglich





Inzwischen habe ich den schon ein paar Jahre und er gefällt mir immer noch sehr gut. Denn er lässt sich vielseitig kombinieren und kann so gut zu vielen Anlässen angezogen werden. Und ich habe sogar Schuhe mit dem rot- weißen Pünktchen Muster gefunden :)



 

Eine Freundin von mir studiert Fotodesign und für ein Fotoshooting zum Thema Mode dürfte ich für sie Model stehen. (Carina Pilz Photography) Der Stil sollte Richtung 50er Jahre gehen, deshalb unter anderem auch die Frisur ;)
Wir hatten da grade noch Glück mit dem Licht, denn kurze Zeit später war die Sonne dann schon weg.







[verlinkt zu RUMS]



Donnerstag, 28. April 2016

Chiffonbluse




Heute war es endlich wieder etwas wärmer und ein paar Sonnenstrahlen kamen auch hervor, sodass ich das "gute" Wetter genutzt habe, um ein paar Fotos von meiner Chiffonbluse zu machen. Die Fotos sind vorm Mittagessen im Park entstanden. Nur leider waren sehr viele Leute unterwegs zur Mensa, deshalb war es manchmal schwer den Moment zu erwischen, wo keine Leute unterwegs waren. :D

Die Bluse ist der Schnitt  Nr.111 aus der Burdastyle 09/2011. Allerdings habe ich das Schaltuch weggelassen. Ich habe es zwar genäht, aber an mir angezogen sah es doch etwas komisch aus.
Den Stoff habe ich auf dem Berliner Stoffmarkt am Maybachufer gefunden. Zusammen mit einem blauen Baumwollstoff, woraus bereits eine Peplumbluse entstanden ist.
Der Schnitt ist an sich recht gut zu nähen, obwohl oben am Ausschnitt es doch schon eine rechte Fieselarbeit war die Kante ordentlich umzuklappen und ganz besonders das dünne Band für die Bindung zu nähen.

Die Fotos hat Carina von Carina Pilz Photography gemacht.

Schnitt: Bluse - Schluppe
Stoff: Chiffon vom Türkenmarkt am Maybachufer








 



verlinkt bei RUMS

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